Adressieren Sie Ihre Zielkunden: Wie Sie Remarketing-Listen anlegen, um Ihre Videokampagnen noch genauer auszurichten und Nutzer erneut mit Ihren Werbebotschaften ansprechen

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Klicks, Abonnenten und neue Kunden noch günstiger mit Remarketing bekommen!

Mit Video-Remarketing können Sie Ihre Zielkunden mit Ihrer besten Werbebotschaft noch genauer ansprechen. Auf Basis einer Remarketing-Liste, optimieren Sie Ihre Videokampagnen optimal für Menschen, die ein echtes Interesse an Ihrem Produkten und/oder Dienstleistung haben.

Auf diese Weise können Sie Menschen ansprechen, die Sie bereits kennen und somit viel zielgenauer Werbung schalten. Dafür erstellen Sie eine Remarketing-Liste.

Eine Remarketing-Liste befüllt sich beispielsweise, wenn YouTube-Nutzer

  • Ihre Videos abspielen
  • Mit einem bestimmten Video interagieren
  • Ihren YouTube-Kanal abonnieren

Lassen Sie uns nun Schritt-für-Schritt den Weg zu Ihrer Remarketing-Liste gehen, um Ihre Video-Werbung über YouTube noch erfolgreicher zu machen.

Vorab sollten Sie wissen, um eine Remarketing-Liste zu erstellen, müssen Sie eine Video-Kampagne anlegen.

Gehen Sie dann in der linken Navigationsleiste auf Gemeinsam genutzte Bibliothek

1_Remarketing_klickeaufbibo

Dann klicken Sie auf Zielgruppen

2_Remarketing_klickeaufzielgruppe

Klicken Sie nun Sie auf den roten Button +Remarketing-Liste und wählen Sie YouTube-Nutzer aus

3_Remarketing_klickeaubuttonyoutubenutzer

Jetzt müssen Sie für Ihre neue Video-Remarketing-Liste einige Überlegungen anstellen. Wir gehen dazu jede Auswahlmöglichkeit einmal zusammen durch (=gelb hervorgehobener Bereich).

4_Neue_Video-Remarketing-Liste

Unter Listentyp finden Sie verschiedene Auswahlmöglichkeiten. Sie können Ihre Videokampagnen auf Nutzer unter Berücksichtigung der Interaktionsart ausrichten. Gemeint ist mit der Interaktionsart etwa, wie YouTube-Nutzer mit Ihren Videos oder Ihrem YouTube-Kanal in Verbindung stehen: Haben Sie Ihren YouTube-Kanal abonniert oder lediglich besucht oder ein bestimmtes Video kommentiert?

5_Remarketing_Listentypwählen

Aus dem obigen Screenshot wird ersichtlich, dass Sie zwischen 9 Optionen wählen können:

  • Sah beliebiges Video in Kanal an
  • Besuchte Kanalseite
  • Sah beliebiges Video (als Anzeige) in Kanal an
  • Bewertete beliebiges Video in Kanal positiv
  • Kommentierte beliebiges Video in Kanal
  • Teilte beliebiges Video in Kanal
  • Abonnierte einen Kanal
  • Sah bestimmte Videos an
  • Sah bestimmte Videos als Anzeigen an

Hinweis: Sie können mehrere Video-Remarketing-Listen erstellen, um verschiedene Zielgruppen anzusprechen. Das können sehr interessierte Zielgruppen sein (haben Ihren Kanal abonniert) oder weniger interessierte Zielgruppen sein (haben lediglich ein Video angeschaut).

Wichtig: Eine Remarketing-Liste kann ab 100 Nutzen verwendet werden, die sich für die Liste qualifizieren. Das Schöne: Sie können die Nutzer der letzten 30 Tage mit in Ihre neue Remarketing-Liste nehmen, so haben Sie die Bedingung mit den 100 Nutzern in der Remarketing-Liste schneller beisammen. Aber nicht immer ergibt es Sinn die Nutzer der letzten 30 Tage mit in Ihre neue Remarketing-Liste aufzunehmen.

In unserem Beispiel werden wir zwei Remarketing-Listen erstellen. Beginnen wir mit der ersten.

Wir wählen bei [A] Sah beliebiges Video in Kanal an, da wir zunächst anstreben, die Nutzer zu sammeln, die ein allgemeines Interesse an unserem YouTube-Kanal haben.

Außerdem bekommen wir so die Mindestgröße einer Remarketing-Liste von 100 relativ schnell zusammen. Wir können so binnen kurzer Zeit potenziellen Kunden beziehungsweise Interessenten des Kanals bewerben.

 6_Remarketing_NeueListeBsperstellenA-C

Bei [B] wählen Sie Ihren YouTube-Kanal aus. In unserem Beispiel ist nur ein Kanal vorhanden, weshalb dieser auch hier automatisch angezeigt wird.

Bei [C] geben Sie Ihrer Liste einen aussagekräftigen Namen, damit Sie später wissen, welche Werbeanzeige, Sie an welche Remarketing-Liste schicken wollen.

In unserem Fall nennen wir die Remarketing-Liste Nutzer haben beliebiges Video angeschaut

  7_Remarketing_NeueListeBsperstellenD-F

Bei [D] geben Sie die Gültigkeitsdauer ein, diese ist auf maximal 540 Tage beschränkt. Die Gültigkeitsdauer ist die Anzahl der Tage, die ein Nutzer in der Remarketing-Liste verbleibt. Liegt der Besuch länger zurück, wird der Nutzer gelöscht.

Die Standardeinstellung für die Gültigkeitsdauer beträgt 30 Tage.

In unserem Beispiel nehmen wir jedoch 540 Tage, da wir erstmal all jene in unsere Remarketing-Liste haben möchten, die überhaupt ein Interesse an unsere Videos und an unserem Kanal haben.

Insbesondere am Anfang hat es Sinn die Gültigkeitsdauer auf 90 Tagen oder mehr zu wählen, da Sie eventuell noch nicht so viele Besucher auf Ihrem Kanal haben. Sie möchten jedoch Ihre Remarketing-Liste schnell befüllen, um Ihre Werbung direkt bei diesen Interessenten zu testen. Da die Nutzer bereits Ihren Kanal beziehungsweise Ihre Videos kennen, wird Ihre Werbung bei dieser Gruppe mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgreicher sein als, wenn Nutzer Sie noch gar nicht kennen.

Zu beachten ist bei der optimalen Gültigkeitsdauer vor allem Ihr Kanal (=Inhalte), Ihre Strategie und Ihr Geschäftsmodell.

Bei [E] geben wir Offen an. „Offen“ bedeutet, dass immer neue Nutzer in Ihre Remarketing-Liste aufgenommen werden. „Geschlossen“ würde bedeuten, dass keine neuen Nutzer in Ihre Remarketing-Liste aufgenommen werden.

Wenn Sie möchten, dass Ihre Remarketing-Liste keine neuen Nutzer mehr aufnimmt, haben Sie die Möglichkeit, diese Liste jederzeit zu schließen. Sinn ergibt das beispielsweise dann, wenn es sich um eine saisonale Remarketing-Liste handeln soll. Nur Nutzer in einer bestimmten Jahreszeit sollen in die Liste aufgenommen werden.

Zuletzt ist noch bei [F] der Anfängliche Listenumfang zu wählen. Hier können Sie die Nutzer der letzten 30 Tage aufnehmen. Das heißt, dass die Nutzer, die innerhalb der letzten 30 Tage ein beliebiges Video in Ihrem Kanal angeschaut haben, mit in Ihre Remarketing-Liste mit aufgenommen werden. Länger zurückliegen darf der Besuch nicht, da beim Aufsetzen einer Remarketing-Liste 30 Tage das weiteste ist, dass es zurückgeht.

Alternativ können Sie mit einer leeren Remarketing-Liste beginnen. So wollen Sie vielleicht ab jetzt erst die Nutzer sammeln, die durch Ihre neue Videokampagne in die Remarketing-Liste gelangen. Oder vielleicht wissen Sie, dass die bisherigen Nutzer der letzten 30 Tage nicht mit der Zielgruppe einhergehen, die Sie mit Ihrer Videokampagne erreichen wollen.

Am Ende klicken Sie auf Liste erstellen.

8_Remarketing_NeueListeBsperstellen

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben Ihre erste Remarketing-Liste erfolgreich erstellt. Ab 100 Nutzern wird diese aktiv. Dann können Sie Ihre Videokampagnen effektiv an diese Nutzer ausrichten.

Der nachfolgende Screenshot zeigt, wie es aussieht, wenn eine Remarketing-Liste erfolgreich angelegt wurde.

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Jetzt wollen wir eine zweite Remarketing-Liste erstellen. Diesmal wählen wir den Listentyp Sah bestimmte Videos an.

Wir suchen ein Video im Kanal oder geben die entsprechende URL des Videos an. In Ihrer Remarketing-Liste werden nun die Nutzer gesammelt, die das von Ihnen bestimmte Video geschaut haben. Sinn ergibt das beispielsweise, wenn Sie ein neues Produktvideo gemacht haben und in der Liste all jene sammeln wollen, die das Video in einem bestimmten Zeitraum angeschaut haben. Und dazu alle, die andere Videos gesehen haben, nicht relevant für Ihre Remarketing-Liste sind.

Mit weiteren Werbeaktionen und detaillierten Produktvideos wollen Sie genau diese Nutzer, die bereits Ihr erstes Video angeschaut haben, ansprechen. Vielleicht wollen Sie in 12 Monaten den Nachfolger Ihres Produktes anbieten und die Interessenten des jetzigen Produktes in einer Liste sammeln, damit die Kaufwahrscheinlichkeit beim nächsten Produkt steigt.

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In unserem Fall haben wir ein Video über eine URL hinzugefügt.

11_Remarketing_listesahbestimmtesvideoanweitereauswahl

Die nächsten Punkte kommen Ihnen bekannt vor. Nach gleichem Ablauf machen wir unsere Auswahl.

Wir geben der Liste einen Namen. In unserem Fall den Namen Nutzer, die sich für Produkt [XX] interessieren. Wir unterstellen mit diesem Namen, dass diejenigen, die sich das Video zu dem Produkt angeschaut haben, auch ein Interesse daran haben.

Als Gültigkeitsdauer wählen wir 180 Tage. In diesem Zeitraum oder auch danach, können wir Werbevideos der Remarketing-Liste zeigen, um Kaufanreize zu schaffen. Da die Nutzer in der Remarketing-Liste unser Video beziehungsweise unser Produkt kennen, ist die Wahrscheinlichkeit eines Kaufs höher.

Als Status wählen wir wieder offen.

Als anfänglicher Listenumfang wählen wir diesmal Mit leerer Liste beginnen, da wir ausschließlich die Nutzer in der Liste haben wollen, die ab heute unser neues Produkt Video anschauen.

Klicken Sie auf Liste erstellen und schon haben Sie Ihre zweite Remarketing-Liste anlegt.

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Herzlichen Glückwunsch! Ihre zweite Remarketing-Liste ist nun auch hier sichtbar. Ab 100 Nutzern wird diese aktiv. Dann können Sie Ihre Videokampagnen effektiv an diese Nutzer ausrichten.

Hinweis: Sie können die Remarketing-Liste von YouTube auch für die Standard-AdWords Kampagnen im Sinne der Suchmaschinenwerbung nutzen. So könnten Sie die Nutzer aus Ihrer YouTube-Remarketing Liste mit Textanzeigen über die Suchmaschine von Google und dem Google-Display-Netzwerk adressieren.

Vorteil dabei ist, dass sich Remarketing-Listen via YouTube schnell füllen. Danach können Sie diese Nutzer weiterhin adressieren, wenn diese YouTube verlassen. Ihre Werbung begleitet demnach den Nutzer durch die Wege des Internets und nichts nur allein während dieser auf YouTube unterwegs ist.

Weiterer Tipp: Während der Kampagnenerstellung, gibt es die Möglichkeit der Häufigkeitsbegrenzung. Diese Funktion hat insbesondere für Remarketing Sinn. Sie können einstellen, dass eine Werbeanzeige einem Nutzer beispielsweise nur 3x am Tag angezeigt werden soll, damit sich dieser im Netz nicht verfolgt fühlt.

Gut zu wissen: Sie müssen keinen Tracking-Code installieren, um die YouTube-Targeting-Funktionen zu nutzen (darunter auch Remarketing). Das wird von YouTube alles automatisch übernommen.

Wenn Sie beispielsweise das Nutzerverhalten auf Ihrer eigenen Website tracken möchten, müssten Sie einen Tracking-Pixel-Code integrieren. Erst dann könnte Sie Remarketing-Listen erstellen. Und erst dann könnten Sie beispielsweise Ihre Textanzeigen mit Google AdWords daran ausrichten. Bei YouTube ist das nicht erforderlich. Das erleichtert die Arbeit.

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