Netzbekannt GmbH: Online-Marketing und SEO-Agentur Mo.-Fr. 08:00 - 18:00 Uhr

facebook-targeting-zielgruppe

Der Erfolg Ihres Facebook-Marketings hängt maßgeblich davon ab, wie gut Sie Ihre Zielgruppe auswählen (das nennt sich Facebook-Targeting).

In diesem Leitfaden erfahren Sie ganz genau, wie Sie die optimale Zielgruppe f√ľr Ihre Werbebotschaft w√§hlen.

Facebook hat enorm viele Nutzer und ebenso viele Daten √ľber diese Nutzer. Es gibt unz√§hlige Optionen bei der Auswahl der Zielgruppe. Aber woher wissen Sie, wie Sie die genau passende Zielgruppe f√ľr sich und Ihr Unternehmen ausw√§hlen?

Die falsche gew√§hlte Zielgruppe f√ľhrt dazu, dass Ihre Werbema√ünahmen ins Leere laufen (genauso wie das daf√ľr ausgegebene Budget). Sie sollten sich also im Klaren sein, welche Zielgruppe Sie ansprechen wollen, um bestm√∂gliche Ergebnisse zu erzielen.

Der gr√∂√üte Fehler, den viele Werbetreibende beim ersten Mal machen, ist eine zu gro√üe Zielgruppe auszuw√§hlen. Es ist m√∂glich diese nach Interessen auszusuchen. Jedes Mal, wenn ein weiteres Interesse hinzugef√ľgt wird, vergr√∂√üert sich die Zielgruppe dadurch. Damit wird die Zielgruppe immer ungenauer.

Der Gedanke dabei ist zumeist: ‚ÄěJe gr√∂√üer die Zielgruppe, desto besser‚Äú. Das Gegenteil ist jedoch der Fall! Je kleiner und spezifischer die Zielgruppe, desto besser erreichen Sie die f√ľr Sie passenden Nutzer. Vorausgesetzt Sie w√§hlen die richtige Zielgruppe aus (wie das geht, erfahren Sie hier). Denn nur falls Ihre Zielgruppe spezifisch ist, erh√∂ht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die ausgew√§hlten Nutzer ein wirkliches Interesse an Ihrem Angebot haben.

Mögliches Facebook-Targeting bei der Zielgruppenauswahl:

Eine Auswahl nach Interesse und demografischen Merkmalen ist jedoch nicht die einzige Möglichkeit der Zielgruppenauswahl. Es gibt noch bessere Möglichkeiten, um eine passende Zielgruppe auszuwählen.

Zielgruppe-Facebook-Ads-auswaehlen

Sie haben die folgenden drei Optionen, um Ihre Zielgruppe f√ľr Facebook-Werbung auszuw√§hlen:

  1. Custom-Audience: Hier k√∂nnen Sie eine Zielgruppe entweder aus Besuchern Ihrer Website, Ihrer E-Mail-Liste (bzw. Telefonnummern-Liste) oder Nutzern Ihrer Facebook-App erstellen. Sie k√∂nnen w√§hlen, wann ein Besucher das letzte Mal auf Ihrer Website gewesen sein und / oder welche Unterseiten er besucht haben muss. Hierf√ľr nutzen Sie das Facebook-Retargeting, mit dem Sie Besucher Ihre Website bzw. Kunden gezielt ansprechen k√∂nnen.
  2. Lookalike-Audience: Dies ist ein unglaublich mächtiges Tool. Damit können Sie eine Zielgruppe auswählen, die den Besuchern Ihrer Website (oder bestimmten Unterseiten) oder Ihrer Kunden-/Interessentenliste ähnelt. Je größer die Gruppe von Besuchern Ihrer Website, desto besser kann Facebook bestimmen, wer diesen Besuchern ähnelt. Das wird von Facebook unter anderem mittels der demografischen Daten und Interessenten der Nutzer bestimmt.
  3. Gespeicherte Zielgruppe: Hier können Sie eine Zielgruppe nach Interesse und demografischen Daten auswählen.

Mit den nachfolgenden 4 Optionen k√∂nnen Sie √§u√üerst genau Zielgruppen erstellen und ansprechen. Weil Facebook eine solche Masse an Daten von seinen Nutzern zur Verf√ľgung steht, gibt es keine Werbeplattform, mit der Sie Ihre potentiellen Kunden zielgerichteter ansprechen k√∂nnen.

Ganz am Ende erfahren Sie, mit welcher der 4 Optionen Sie beginnen sollten Рin Abhängigkeit von Ihrer aktuellen Situation und den Zielen Ihres Unternehmens.

Option 1: Die Auswahl einer Facebook-Zielgruppe nach Charakteristiken.

Wenn Sie bisher wenige Kunden und wenige Besucher auf Ihrer Website hatten, eignet sich die Bestimmung der Charakteristiken Ihrer Zielgruppe mit einer ‚ÄěGespeicherten Zielgruppe‚Äú am besten.

Um dieses Men√ľ aufzurufen, gehen Sie zun√§chst in das ‚ÄěZielgruppen‚Äú-Men√ľ (das finden Sie im Facebook-Werbeanzeigenmanager unter ‚ÄěFunktionen‚Äú, die f√ľnfte Option von links).

Zielgruppe-Facebook-Ads-im-Werbeanzeigenmanager-erstellen

Im n√§chsten Schritt klicken Sie auf ‚ÄěZielgruppe erstellen‚Äú und dann auf ‚ÄěGespeicherte Zielgruppe‚Äú.

Das f√ľhrt Sie zu folgendem Men√ľ:

Gespeicherte-Zielgruppe-Facebook-Targeting

Nun können Sie die Charakteristiken Ihrer Zielgruppe festlegen. Dazu gehören:

  • Der Standort: Sie k√∂nnen nach Land, Stadt und Region filtern. Sie k√∂nnen auch mehrere Orte kombinieren oder Orte ausschlie√üen (z. B. wenn Sie nur ein Viertel einer Stadt, ohne die Stadt selbst, bewerben m√∂chten).
  • Das Alter und das Geschlecht.
  • Die Sprache: Hier legen Sie fest, welche Sprache Ihre Zielgruppe spricht.
  • Bei ‚ÄěDetaillierte Zielgruppenauswahl‚Äú k√∂nnen Sie nach Interesse, demografischen Daten und Verhalten filtern. Darin k√∂nnen Sie die Interessen oder Aktivit√§ten Ihrer Zielgruppe hinzuf√ľgen. Sie k√∂nnen auch Nutzer nach diesen Kriterien ausschlie√üen. Die detaillierte Zielgruppenauswahl ist die wichtigste Option. Im n√§chsten Unterpunkt erfahren Sie weitere Details dazu.
  • Verbindungen: Hier k√∂nnen Sie ausw√§hlen, ob der Nutzer bereits Ihre Fanseite mit ‚ÄěGef√§llt mir‚Äú markiert hat. Es ist m√∂glich auszuw√§hlen, ob der Nutzer mit Ihrer Seite verbunden (mit ‚ÄěGef√§llt mir‚Äú markiert) ist, ob er ein Freund von einem Nutzer ist, der mit Ihrer Seite verbunden ist oder nicht mit Ihrer Seite verbunden ist. Damit k√∂nnen Sie ausw√§hlen, ob Sie eher Nutzer ansprechen m√∂chten, die Sie kennen oder eher nicht.

Die Auswahl von Interessen und Aktivit√§ten √ľber die ‚Äědetaillierte Zielgruppenauswahl‚Äú:

Wenn Sie das Feld ‚Äědetaillierte Zielgruppenauswahl‚Äú sehen, k√∂nnen Sie die Macht dieses Feldes nur erahnen. Mit nur diesem einen Feld k√∂nnen die Nutzer auf Facebook ganz genau unterteilt werden. Es ist zum Teil erschreckend, was Facebook alles √ľber seine Nutzer wei√ü.

Detaillierte-Zielgruppenauswahl-Facebook-targeting

Wenn Sie in das Feld klicken, bekommen Sie eine erste Vorauswahl f√ľr Merkmale. Hier sind die wichtigsten Merkmale, die Sie ausw√§hlen k√∂nnen:

  • Demografische Angaben: Ausbildung, Ethnie und sogar welches Einkommen Facebook sch√§tzt (bisher nur f√ľr den amerikanischen Markt verf√ľgbar).
  • Interessen: Geht ein Nutzer z. B. gerne einkaufen oder f√ľr welchen Sport interessiert er sich?
  • Verhalten: Was macht der Nutzer im Internet (z. B. Einkaufen)? Benutzt er ein Smartphone? Geht er reisen und wann steht die n√§chste Reise an?

Sie können aber auch einfach nach diesen Optionen suchen, indem Sie in das Suchfeld Ihren Suchbegriff eingeben. Facebook gibt Ihnen dann Vorschläge.

Sobald Sie einige Merkmale ausgew√§hlt haben, erhalten Sie weitere Vorschl√§ge. Facebook erkennt auf Basis der gew√§hlten Merkmale, verwandte Merkmale. Beispiel: Wenn Sie ‚ÄěLionel Messi‚Äú und ‚ÄěFussball‚Äú als Interesse eingeben, erscheinen verwandte Interessen, wie z. B. ‚ÄěUEFA‚Äú oder ‚ÄěFIFA‚Äú.

Wichtig ist noch einmal festzuhalten, dass sich mit jeder neuen Auswahl die Zielgruppe vergr√∂√üert. Jeder Nutzer wird Ihrer Zielgruppe hinzugef√ľgt, auf den mindestens 1 der Merkmale zutrifft und nicht nur diejenigen, auf welche alle Merkmale zutreffen. Am besten ist es deshalb zun√§chst nicht mehr als 10 Merkmale auszuw√§hlen. Ansonsten wird die Zielgruppe zu zu gro√ü! Je weniger Merkmale, desto besser.

Versuchen Sie au√üerdem m√∂glichst spezifische Merkmale auszuw√§hlen. Also anstelle von ‚ÄěSport‚Äú, w√§hlen Sie ‚ÄěGolf‚Äú oder vielleicht sogar einen bekannten Golfspieler, falls Sie Golf-Ausr√ľstung verkaufen. Noch besser ist es einen unbekannten Golfspieler zu w√§hlen, einen der in Golfkreisen bekannt ist, aber in der √Ėffentlichkeit weniger bekannt ist. So schlie√üen Sie Nutzer aus, die zwar Interesse an Golf haben, aber nicht selbst spielen.

Sie haben 2 weitere Möglichkeiten, um die Zielgruppe zu einzugrenzen:

  • Personen ausschlie√üen: Hier k√∂nnen Sie ausw√§hlen, welche Merkmale die Nutzer in der Zielgruppe nicht haben d√ľrfen. Sie haben Zugriff auf dieselben Merkmale, z. B. k√∂nnen Sie auch hier Berufszweige ausschlie√üen. Wissen Sie, welche Personengruppen auf jeden nicht zu Ihren potentiellen Kunden geh√∂ren? Diese k√∂nnen Sie hier ausschlie√üen. Wenn Sie z. B. eine Dienstleistung f√ľr Studenten anbieten, k√∂nnen Sie Sch√ľler und Berufst√§tige ausschlie√üen.
  • Zielgruppe eingrenzen (diese Option erscheint, sobald Sie das erste Merkmal ausgew√§hlt haben): Hier k√∂nnen Sie ‚ÄěUND‚Äú Merkmale ausw√§hlen. Sie k√∂nnen ausw√§hlen, dass ein Nutzer 2 Merkmale (oder mehr) haben muss, um in die Zielgruppe aufgenommen zu werden. Z. B. k√∂nnen Sie ausw√§hlen, in welchem Berufszweig der Nutzer arbeiten muss und ein bestimmtes Interesse, das dieser haben sollte (z. B. Ingenieure, die sich f√ľr Entrepreneurship interessieren).

Im n√§chsten Abschnitt erfahren Sie, was die optimale Zielgruppe f√ľr Facebook-Targeting ausmacht. Hier machen die meisten Werbetreibenden Fehler. Das f√ľhrt dazu, dass Ihre Werbekampagne am Ende nahezu wirkungslos ist.

Eigenschaften der optimalen Zielgruppe

Wenn Sie Ihre Zielgruppe √ľber die Facebook-Datenbank ausw√§hlen, gibt es einige Dinge, die Sie beachten sollten. Hier handelt es sich um Hinweise, welche die meisten Werbetreibenden bei ihrer ersten Kampagne au√üer Acht lassen. Deshalb erzielen ihre Werbeanzeigen am Ende nur einen kleinen bis keinen Effekt. Die folgenden Hinweise helfen Ihnen dabei, die gr√∂√üten Fehler beim Schalten von Facebook-Anzeigen zu vermeiden.

  • Je kleiner die Zielgruppe desto besser (aber nicht zu klein): Bei kleinen Zielgruppen haben Sie eine viel gr√∂√üere Wahrscheinlichkeit, die richtigen Nutzer zu erreichen. Als Faustregel gilt: F√ľr jedes Werbebudget von 100‚ā¨ (√ľber die gesamte Zeit), sollte die Zielgruppe nie mehr als 100.000 betragen. D. h. bei einem Werbebudget von 500‚ā¨ kann Ihre Zielgruppe bis zu 500.000 Nutzer betragen. Sie sollten also zu Beginn nie eine Zielgruppe, die gr√∂√üer als 500.000 Nutzer ist, w√§hlen.
  • Fangen Sie mit Ihrem optimalen Kunden an: Ihr optimaler Kunde wird viel besser auf Ihre Anzeigen reagieren als jemand, f√ľr den Ihr Angebot weniger relevant ist. Bei Ihrem optimalen Kunden k√∂nnen Sie verschiedene Anzeigen testen und dann die besten Anzeigen auf weniger optimale Zielgruppen skalieren (die Zielgruppe und das Budget vergr√∂√üern). Z√∂gern Sie auch nicht ein Geschlecht oder eine gro√üe Altersgruppe auszulassen. Am Anfang geht es darum die Zielgruppe zu finden, die am wahrscheinlichsten auf Ihre Anzeige anspricht. √úberlegen Sie sich hierf√ľr, durch welche Charakteristiken sich Ihr optimaler Kunde beschreiben l√§sst (hier finden Sie eine hervorragende Anleitung dazu, wie Sie Ihre optimale Buyer Persona erstellen).

Beispiel f√ľr einen Partnerschaftscoach (dies sind willk√ľrliche Annahmen, Sie werden Ihre optimalen Kunden besser kennen):

  • Ledige k√∂nnen ausgeschlossen werden.
  • Frauen schlagen eher vor zu einem Coach zu gehen, deshalb werden nur Frauen angesprochen.
  • Es erfordert eine gewisse Reife einen Partnerschaftscoach zu konsultieren, deshalb ist das Mindestalter auf 27 Jahre festgelegt.
  • Ab 40 gibt es nur noch wenige Paare, die bereit sind ein Coaching mitzumachen, das Alter kann also auf 27-40 eingegrenzt werden
  • Stadtmenschen gehen eher zu einem Coaching als Menschen auf dem Land, es werden also nur die gr√∂√üten St√§dte ausgesucht (vorausgesetzt Sie coachen online oder k√∂nnen f√ľr Coachings in eine andere Stadt fahren)

Mit diesen Annahmen können Sie also eine Zielgruppe festlegen, die deutlich besser ist, als lediglich alle anzusprechen, die in einer Beziehung sind. Besser wäre es diese Zielgruppe noch weiter zu unterteilen, z. B. nach Bildungsstand, Arbeitstätigkeit und vielleicht sogar nach Interesse.

Option 2: Wie Sie eine Zielgruppe aus Ihrer E-Mail-Liste erstellen.

Sie können Ihre Bestandskunden oder Interessenten mit Werbung ansprechen.

Daf√ľr m√ľssen folgende Voraussetzungen erf√ľllt sein:

  • Sie besitzen eine E-Mail Adresse (oder Telefonnummer) von Ihren Kunden.
  • Ihre Kunden sind auf Facebook angemeldet.
  • Die E-Mail Adresse (oder Telefonnummer) auf Facebook stimmt mit der E-Mail Adresse in Ihrer Datenbank √ľberein.

Zuerst laden Sie Ihre E-Mail-Liste auf Facebook hoch. Im Anschluss wird Facebook Ihnen mitteilen, wie viele der Leute wiedergefunden wurden (auf Basis der E-Mail-Liste). Damit es sich lohnt, sollten Sie mindestens eine Liste von 1000 E-Mail-Adressen haben. Im Durchschnitt findet Facebook etwa 50% der E-Mail Adressen wieder.

Das h√§ngt jedoch stark von Ihrer Branche ab. Wenn Sie ein B2B-Unternehmen (Business-to-Business) betreiben, bei denen Sie vor allem die ‚ÄěArbeits-E-Mail-Adressen‚Äú Ihrer Kunden haben, werden Sie wahrscheinlich weniger √úbereinstimmungen finden. Diese Kunden melden sich eher mit Ihrer privaten E-Mail-Adresse bei Facebook an.

Die wiedergefunden E-Mail Adressen k√∂nnen Sie direkt bewerben. Das hei√üt, Sie k√∂nnen direkt Werbung f√ľr Ihre Kunden oder Interessenten schalten. Diese Form von Facebook-Werbung ist die effektivste! Denn Sie schalten Werbung f√ľr Nutzer, die Sie bereits kennen oder sogar bereits bei Ihnen gekauft haben.

Um Ihre Liste hochzuladen, gehen Sie auf das Zielgruppen-Men√ľ.

Zielgruppe-Custom-Audience-Facebook-Targeting

Im Anschluss klicken Sie auf ‚ÄěZielgruppe erstellen‚Äú und dann auf ‚ÄěCustom Audience‚Äú. Es erscheint folgendes Men√ľ:

Custom_Audience_Facebook-erstellen-mit-email-adressen

  1. Kundenliste: Damit erstellen Sie eine Zielgruppe aus E-Mail-Adressen oder Telefonnummern, die Sie in einer Liste haben. Diese Option wird in diesem Schritt behandelt.
  2. Besucherzahlen der Webseite: Hier können Sie eine Zielgruppe aus den Besuchern Ihrer Website erstellen. Sie können auch Nutzer auswählen, die bestimmte Unterseiten besucht haben. Wie das funktioniert, erfahren Sie in Option 3 weiter unten.
  3. App-Aktivit√§t: F√ľr Facebook-App-Nutzer. Wird in diesem Leitfaden nicht behandelt, weil es nur relevant ist f√ľr Werbetreibende, die eine eigene App auf Facebook haben. Also eher nicht f√ľr Einsteiger.

Klicken Sie auf ‚ÄěKundenliste‚Äú, um Ihre Kontakte hochzuladen. Im n√§chsten Men√ľ haben Sie wieder 3 Optionen.

Facebook_Custom-Audience-aus_Kunden_erstellen

  1. Eine Datei hochladen: Wenn Sie Ihre Kontaktliste in einer Datei gespeichert haben, z. B. in einer CSV oder XLS, können Sie hier die gesamte Datei hochladen. Facebook erkennt automatisch die E-Mail-Adressen (oder Telefonnummern) in der Liste.
  2. Benutzerdefinierte Liste kopieren und einf√ľgen: Hier k√∂nnen Sie eine eigene Liste reinkopieren.
  3. Von MailChimp importieren: Wenn Ihr E-Mail-Dienstleister MailChimp ist, k√∂nnen Sie √ľber die Schnittstelle von Facebook und MailChimp Ihre Kontakte importieren.

Am einfachsten ist es Ihre Liste mit den E-Mail-Adressen Ihrer Kontakte zu kopieren. Daf√ľr w√§hlen Sie Option 2. Daraufhin zeigt Ihnen Facebook folgendes Fenster, in das Sie Ihre Adressen reinkopieren k√∂nnen.

FAcebook_Custom-Audience-Liste

F√ľgen Sie Ihre Adressen in das Fenster (1) ein, machen Sie einen Haken bei (2) ‚ÄěIch stimme den Facebook Custom Audiences Terms zu‚Äú und klicken Sie auf (3) ‚ÄěZielgruppe erstellen‚Äú.

Im Anschluss sucht Facebook in seiner Datenbank nach den eingegeben E-Mail-Adressen und vergleicht, wie viele es wiederfinden kann. Danach erstellt Facebook eine neue Zielgruppe bestehend aus den wiedergefunden E-Mail-Adressen. Diese Zielgruppe können Sie nun bewerben, wie jede andere Zielgruppe auch.

Der Facebook-Pixel und Retargeting

Um gezielt Nutzer anzusprechen, die bereits Ihre Marke bzw. Ihr Unternehmen kennen, ist es notwendig Retargeting einzurichten. Egal ob Sie planen es sofort zu nutzen oder erst sp√§ter, das Retargeting sollten Sie m√∂glichst fr√ľh einrichten.

Mit Retargeting k√∂nnen Sie gezielt Werbung f√ľr Nutzer schalten, die bereits auf Ihrer Website waren. Damit das Retargeting funktioniert, m√ľssen Sie einen sogenannten Facebook-Pixel auf Ihrer Website installieren.

Dieser Pixel ist ein Script, das ausgef√ľhrt wird, sobald ein Besucher auf Ihre Website kommt. Er merkt sich dann, dass dieser Nutzer auf Ihrer Website war und Sie k√∂nnen diesen Nutzer gezielt mit Facebook-Werbung ansprechen.

Weiterhin können Sie auch Nutzer ansprechen, die nur auf einer bestimmten Unterseite waren. Oder Nutzer, die auf einer Unterseite waren, aber nicht auf einer anderen. Damit können Sie sehr gezielt Nutzer mit spezifischen Werbeanzeigen ansprechen.

Hier sind einige Beispiele zu den Möglichkeiten des Retargetings:

  • Alle Nutzer, die innerhalb der letzten 30 Tage auf Ihrer Homepage waren, aber keinen Link angeklickt haben.
  • Alle Nutzer, die innerhalb der letzten 60 Tage ein Produkt in Ihren Warenkorb gelegt, aber es nicht gekauft haben.
  • Alle Nutzer, die sich ein bestimmtes Produkt angeschaut, aber es nicht in den Warenkorb gelegt haben.

Dies sind nur einige Beispiele. Es sind unz√§hlige Kombinationen m√∂glich. Je gezielter Sie Nutzer ‚Äěretargeten‚Äú und je spezifischer die Werbeanzeige ist, desto h√∂her ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Nutzer die erw√ľnschte Handlung durchf√ľhren (z. B. kaufen, sich anmelden oder klicken).

Ebenfalls können Sie Nutzer retargeten, die sich ein Video in Ihrer Werbeanzeige angeschaut haben. Das geht aber erst nachdem Sie dieses Video als Anzeige geschaltet haben.

Wie Sie einen Facebook-Pixel auf Ihrer Website installieren, erfahren Sie in diesem Artikel von Facebook.

Option 3: Wie Sie eine Zielgruppe aus Ihren Webseiten-Besuchern erstellen.

Ihre dritte Option ist eine Zielgruppe aus Webseiten-Besuchern zu erstellen. Sie können damit alle Facebook-Nutzer bewerben, die in den letzten 180 Tagen auf Ihre Website waren. Sie können auch nur Besucher ansprechen, die auf einer bestimmten Unterseite, aber z. B. nicht auf einer anderen waren.

Achtung: Das funktioniert nur, wenn Sie den Facebook-Retargeting-Pixel installiert haben! (siehe oben).

Daf√ľr w√§hlen Sie bei der ‚ÄěCustom Audience‚Äú (2) ‚ÄěBesucherzahlen deiner Webseite‚Äú.

FAcebook_Custom-Audience_aus_Webseiten_besuchern_erstellen

Im Anschluss k√∂nnen Sie ausw√§hlen, welche Website-Besucher Sie der Zielgruppe hinzuf√ľgen m√∂chten.

Facebook_Custom-Audience-aus_Webseiten_besuchern

  1. Besucherzahlen der Webseite: Hier w√§hlen Sie aus, welche Art von Webseiten-Besuchern Sie ansprechen m√∂chten. Lassen Sie die vorausgew√§hlte Option ‚ÄěJeder, der deine Webseite besucht‚Äú, falls Sie alle Besucher Ihrer Website erfassen wollen, egal welche Seite oder Unterseite sie besuchen.
  2. In den letzten XXX Tagen: W√§hlen Sie aus, wie viele Tage der Besuch zur√ľckliegen darf. Sie k√∂nnen alles zwischen 1 und 180 Tagen ausw√§hlen. Je weiter der Besuch zur√ľckliegt, desto weniger relevant wird die Werbung f√ľr eine Zielgruppe sein. Sie sollten trotzdem eine Zielgruppe mit dem Maximum von 180 Tagen erstellen. Auf diese Weise k√∂nnen Sie die gr√∂√üte Anzahl der Besucher Ihrer Website erreichen. Sp√§ter erstellen Sie spezifischere Zielgruppen, bei denen der Besuch nicht so lange zur√ľckliegt.
  3. Vergangene Besucher der Webseite einschließen: Wenn Sie bereits vor einigen Tagen oder einiger Zeit den Retargeting-Pixel auf Ihre Website installiert haben, können Sie auch Besucher in dieser Zielgruppe einschließen. Also solche, die nicht erst ab heute Ihre Website besucht haben, sondern ebenfalls in der Vergangenheit. Setzen Sie hier einen Haken.
  4. Name der Zielgruppe: F√ľgen Sie hier eine gute Beschreibung f√ľr die Zielgruppe hinzu, damit Sie schnell wiedererkennen, um was f√ľr eine Zielgruppe es sich hier handelt – z. B. ‚ÄěWebsite-Besucher, letzte 180 Tage‚Äú.

Tipp zu 4: Wenn Sie weitere Informationen zu dieser Zielgruppe f√ľr Ihr Facebook-Targeting ben√∂tigen, um diese wieder zu erkennen, klicken Sie auf ‚ÄěBeschreibung hinzuf√ľgen‚Äú und notieren Sie ein paar weitere Details. Das hilft ungemein, wenn Sie Wochen oder sogar Monate sp√§ter mit den Zielgruppen arbeiten und eventuell nicht mehr wissen, welche Zielgruppe, welche Nutzer umfasst.

Wenn Sie Ihre Optionen ausgew√§hlt haben, klicken Sie auf ‚ÄěZielgruppe erstellen‚Äú und Facebook erstellt aus den gew√ľnschten Besuchern Ihrer Website eine neue Zielgruppe.

Option 4: Sprechen Sie √§hnliche Nutzer mit einer ‚ÄěLookalike Audience‚Äú an.

Mit einer ‚ÄěLookalike Audience‚Äú k√∂nnen Sie eine Zielgruppe erstellen, die Ihren Kunden, Ihren Interessenten oder Ihren Website-Besuchern am √§hnlichsten ist.

Facebook analysiert eine von Ihnen vorgegebene Gruppe (z. B. Ihre bestehenden Kunden) und vergleicht die Charakteristiken dieser Gruppe mit allen auf Facebook verf√ľgbaren Nutzern. Im Anschluss sucht es die Nutzer heraus, welche der vorgegebenen Gruppe am √§hnlichsten sind. Dies passiert auf Basis von demografischen Daten, Interessen sowie verschiedenen weiteren Merkmalen.

So findet Facebook eine Zielgruppe, die zwar Ihr Produkt / Ihre Dienstleistung noch nicht kennt, aber f√ľr diese mit hoher Wahrscheinlichkeit relevant ist.

Wenn Sie also bereits eine bestehende Nutzerliste haben, z. B. eine E-Mail-Liste oder Liste mit Webseitenbesucher, beginnen Sie mit dieser Funktion. Facebook ist sehr zielgenau und Sie brauchen sich nicht die M√ľhe zu machen, selbst nach einer passenden Zielgruppe zu suchen.

Damit die Ergebnisse auch wirklich genau sind, sollten Sie abwarten bis Sie eine Zielgruppe von mindestens 1000 Nutzern haben (z. B. 1000 Website-Besucher oder 1000 E-Mail-Adressen von Kunden). Theoretisch k√∂nnen Sie eine Lookalike Audience mit bereits 100 Nutzern erstellen, diese sind aber nach unseren Erfahrungen noch relativ ungenau. ¬ī

So erstellen Sie eine Lookalike Audience:

Lookalike-Audience-im-werbenazeigenmanager-von-Facebook-erstellen

  1. Quelle: Hier w√§hlen Sie aus, welche Zielgruppe Sie als Basis f√ľr die Lookalike Audience w√§hlen wollen. Wenn Sie in das Fenster klicken, gibt Ihnen Facebook die Auswahl zwischen allen Ihren gespeicherten Zielgruppen vor (Custom Audiences ‚Äď Also z. B. die Zielgruppen mit Ihren E-Mail-Listen oder Website-Besuchern).
  2. Land: Eine Lookalike Audience kann nur jeweils f√ľr ein Land erstellt werden. In der Regel werden Sie hier Deutschland (oder √Ėsterreich / Schweiz) ausw√§hlen, je nachdem in welchem Land Ihre Zielgruppe ans√§ssig ist. Sie k√∂nnen mehrere Lookalike Audiences f√ľr verschiedene L√§nder erstellen. Beachten Sie jedoch, dass Facebook eine Basis-Zielgruppe von mindestens 100 Nutzern in dem Land braucht, um daraus eine Lookalike Audience zu erstellen.
  3. Zielgruppengr√∂√üe: Hier k√∂nnen Sie w√§hlen, ob Sie lieber eine kleinere Zielgruppe (bei Deutschland etwa 0,3 Millionen) und daf√ľr eine, die Ihrer Basis-Zielgruppe st√§rker √§hnelt, oder eine gr√∂√üere Zielgruppe (bei Deutschland etwa 3 Millionen), die Ihrer Zielgruppe weniger √§hnelt., wollen. Oder etwas dazwischen. Falls Sie gerade erst mit Facebook-Ads anfangen, sollten Sie die kleinstm√∂gliche Zielgruppengr√∂√üe w√§hlen (Stufe 1).

Wenn Sie im Anschluss auf ‚ÄěBest√§tigen‚Äú klicken, wird Facebook anfangen seine Nutzer zu analysieren und die Zielgruppe f√ľr Sie zu erstellen. Das wird in der Regel einige Stunden dauern. Im Anschluss k√∂nnen Sie die Lookalike Audience ganz normal wie eine Zielgruppe zum Bewerben nutzen.

Im Screenshot unten sehen Sie 2 solcher Lookalike Audiences (jeweils die kleinste Gruppengröße, deshalb 0,3 Millionen).

Facebook-Lookalike-Audience-Beispiel

Experten-Tipp: Wir empfehlen Ihnen die Lookalike Audience noch weiter zu spezifizieren. Dies ist m√∂glich, indem Sie als Merkmal das wichtigste Interesse ausw√§hlen. Auf diese Weise grenzen Sie die diese noch weiter ein. Falls Sie z. B. einen Tierhandel besitzen, w√§re das ‚ÄěTiere‚Äú. Oder falls Sie einen Buchhandel f√ľhren, dann w√§ren das ‚ÄěB√ľcher‚Äú.

So können Sie auf Nummer sicher gehen, dass Facebook auch eine Zielgruppe ausgewählt hat, die Ihren Kunden nicht nur ähnlich ist, sondern die auch ein Interesse teilt, das sie zu Ihren Kunden konvertieren könnte.

Wie sollten Sie vorgehen, wenn Sie das erste Mal eine Werbeanzeige bei Facebook schalten?

Nun haben Sie viele Informationen dazu erhalten, wie Sie Ihre optimale Zielgruppe finden können. Vielleicht fragen Sie sich nun, wie Sie am besten damit anfangen

In Abhängigkeit von Ihrer aktuellen Geschäftssituation gehen Sie dabei folgendermaßen vor:

  1. Sie haben mit Ihrem Unternehmen erst k√ľrzlich angefangen und haben noch keine Interessenten- bzw. Kundenliste: In diesem Fall w√§hlen Sie Option 1 und erstellen eine gespeicherte Zielgruppe. Hier w√§hlen Sie die demografischen Daten und Merkmale Ihrer potentiellen Interessenten und Kunden aus.
  2. Sie haben eine gro√üe Interessentenliste und m√∂chten diese zu Kunden konvertieren: W√§hlen Sie Option 2. Laden Sie Ihre Interessentenlistehoch  und bewerben Sie direkt die Nutzer aus dieser.
  3. Sie haben bereits Webseitenbesucher und möchten diese zu Interessenten bzw. Kunden konvertieren: Wählen Sie Option 3 und bewerben Sie die Besucher Ihre Webseite.
  4. Sie haben bereits eine Kundenliste (bzw. Interessentenliste) und möchten mehr ähnliche Nutzer finden: Erstellen Sie eine Lookalike Audience nach Option 4 und bewerben Sie ähnliche Nutzer.

Unter Umständen trifft mehr als eine dieser Situationen auf Sie zu. Wählen Sie in diesem Falls zunächst die Situation aus, die am ehesten auf Sie zutrifft.

Fazit: Mit Facebook können Sie Ihre Zielgruppe punktgenau ansprechen.

Es gibt (noch) keine bessere Werbeplattform als Facebook, um Ihre potentiellen Kunden zielgenau anzusprechen. Nutzen Sie die Macht von Facebook-Advertising, um Ihre Werbung genau vor die richtigen Menschen zu setzen.

M√∂chten Sie, dass eine professionelle Online-Marketing-Agentur Ihre Facebook-Werbung √ľbernimmt?

Dann lernen wir uns doch gerne bei einem f√ľr Sie kostenlosen Erstgespr√§ch kennen. In diesem lernen nicht nur wir uns besser kennen, sondern auch wir Ihr Projekt / Unternehmen, sowie Ihre Ziele mit diesem. Melden Sie sich bei uns – wir freuen uns auf Sie!